Die verschärfte Version:
Muschel aufmachen, mit Zitronensaft triezen (Muschel windet sich), Fuss abschneiden, schlürfen.
Brot und Weisswein.
Im Hintergrund Lachen als ich mich eher skeptisch mit dem Tier unterhalte, später Applaus für das allererste Mal.
Zuhause gibts am Samichlaus Mandarinli und Nüssli, hier Austern.
Anbei die Feststellung, dass rohe Muscheln meinen Geschmacksknospen durchaus mehr entsprechen als gekochte.
5.12.09
Muschelmord, hardcore
2.12.09
Feministische Fünf Minuten
Hier stünde eigentlich eine grössere Abhandlung über die Gleichberechtigung in der Schweiz heute und im Allgemeinen.
Leider wartet eine wissenschaftlich anspruchsvolle Abhandlung, ebenfalls in Worte gefasst zu werden, deshalb gibz das Ganze nur mit kommentierten Links:
- Promoviert aber leider weiblich und blond. (Mit herzlichem Gruss: Als ich heute Morgen im Labor das Telefonn abnahm, verlangte man auch nach "Monsieur Différentiel".)
- Frauen mögen lieber Sicherheit als Risiko, weil sie eben Frauen sind. Oder doch nicht?
- Wir haben seit heute eine Bundespräsidentin, einen Ständerats-und eine Nationalratspräsidentin und eine Bundeskanzlerin. Das finde ich toll. Besonders, weil die betreffenden Personen nicht als "Frau" gewählt wurden. Die NZZ findet das auch total toll. Wobei ich diese allzu optimistische Einschätzung nicht teile. Es sind noch keine zwanzig Jahre her, seit im letzten Kanton das Frauenstimmrecht eingeführt wurde. Das spürt man doch mehr, als im Artikel behauptet.
- Diese Liste bei Wikipedia zum Schmökern in Kurzbiographien zu nutzen, fand ich pretty inspiring. Oder es arrangierte mich einfach grad, so blööterlnderweise.
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19.11.09
Nota Bene
Die gesamten Partitionen von Mozart gibt es hier, einfach so.
Wussten Sie wahrscheinlich schon, aber das ist ja ein Serviceblog hier.
[filed under: I luv the internets]
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18.11.09
Apfel-Geburtstagskuchen
Kaum sind sie 74, meinen sie machen zu können was sie wollen!
Mannmannmann, und anrufen und sagen, sie kämen später nach Hause, das wäre ja noch was. Tsst. Dabei wartet dort ein zauberhafter, feinporiger Rührkuchen aus
3 Eiern
120 g Zucker
180 g geschmolzener Butter
1Pck Vanillezucker
1 Prise Salz
300 g Mehl
1 Pck Backpulver
1 Hauch 4-épices
1 gestr. TL Zimt
3 Äpfeln, in feinen Spalten
Die Eier werden mit dem Zucker zu einer luftigen Masse geschlagen, unter welche die Butter gerührt wird. Trockenen Zutaten bis und mit Zimt werden beimengen und das Ganze zu einem weichen Teig verarbeitet. Äpfel unterheben.
180 Grad 55 Minuten
Schmeckt auch am Geburtstagsnachtag.
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14.11.09
Operation Jakobsmuschel, l'apogée
Endlich Saison, deshalb: Ein Samstag, eine Aufgabe: Jakobsmuscheln schmackhaft zubereiten. Erschwerender Faktor: Der junge und durchaus hübsche Fischverkäufer. Wobei das an sich kein Problem darstellt. Schwierig wird es erst, wenn das différentiellsche Ego dazu kommt. Mlle Différentielles verquere Psyche glaubt denn auch, die eigene Attraktivität sei direkt proportional zum Wissen. Die direkte Konsequenz war ein grosses Lächeln mit einem « Non je le ferai moi-même », als der obgenannte Jüngling das Öffnen der Muscheln anbot. Auch die normalerweise sehr ausgeprägte Neugier, neue Rezepte zu erfahren, wurde kurzerhand geleugnet, nur um sagen zu können, dass Mademoiselle selbstverständlich wisse, wie diese Meeresfrucht zu kochen sei.
In Anbetracht der Tatsache, dass Mademoiselle Bewohnerin eines Binnenlandes ist und in ebendiesem zudem aus einem Kanton kommt, wo schon Flusskrebse höchst skeptisch betrachtet werden*, könnte die getätigte Aussage eventuell den Tatbestand einer glatten Lüge erfüllen.
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Ich erspare dem Leser die detailgetreue Wiedergabe der geäusserten Flüche als ich mich in der Imitation des Gezeigten übte, möchte jedoch festhalten, dass sich mein Sackmesser als sehr nützlich erwiesen hat und Muschel no 2 und 3 beinahe professionell auseinander genommen wurden. Wie man jedoch im Kopf die Stimme abstellt, die dauernd « Sie Muschelmöder! Hier stirbt ein Tier! Mörder! **» ruft, konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen.
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1 noix de St. Jacques /Person
frischen Thymian
½ Zehe Knoblauch /Person
Butter
Salz
Knoblauch kleinschneiden.
In einer Pfanne Bratfett erhitzen, Muschelfleisch auf beiden Seiten gut braten.
Knapp bevor die zweite Seite durch ist, den Knoblauch mitbraten.
Ein grosses Stück Butter mitschmelzen lassen und Thymianzweiglein mitbraten. Alles auf einen Teller drapieren, mit der Buttersauce begiessen und einige Salzkörner zwecks Perfektionierung darüber streuen.
Mit Baguette zur Vorspeise reichen.
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*Man hat sagen hören, dass man dort im fernen, fernen Osten hingegen Hunden nicht abgetan sei.
**Ja, ich sieze mich selbst gern.
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13.11.09
Le Concert
Im Kino gewesen, gerade eben, Le Concert gesehen.
Der Funke wollte nicht springen. Man muss dazu sagen, ich ertrage Tschaikowsky und Anverwandte nur in geringfügigem Masse. Dennoch. Ich hätte ihn schon toll gefunden, for the story's sake. Aber die Geschichte hinkt sonderbar, es ist ein bitzeli zu gewollt, ein bitzeli zu möchtegern, was es für den Zuschauer ein bitzeli mühsam macht.
Aber das Schlusskonzert ist schön gefilmt. (Wenn wir die kitschigen Einspieler vernachlässigen). Und Frau Laurent äusserst bezaubernd.
Isch scho all da.
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Fängt das also jetzt schon an
Mlle D: "Ah non mon chou, malheureusement je ne serai pas en France le jours de ton anniversaire.
GBK: -donc tu ne me feras pas de gâteau non plus?
Mlle D: Ben non. Mais je sais que Geneviève t'en fera un, en plus je lui ai même donné la recette du gâteau que je t'ai fait il y a trois ans.
GBK: -mais c'est pas pareil!"
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1.11.09
Wie an altem Schorf rumpopeln
Dieses pervers-befriedigende Gefühl, wenn das Odeur reifen Camemberts über Mundhöhle und Rachen die Duftrezeptoren in der Nase erreicht.
[Kein Zeit zum Bloggen, keine Zeit zum Kochen. Bin mit Essen beschäftigt.]
Beförderung
Weihnachten diese Jahr nicht nur die kleine, sondern auch die Grossfamilie zu bekochen, wobei mir bei Letzterem immerhin Küchenknappen zur Seite gestellt werden.
Menu für den 25. steht, bei jenem für den 24. hängt alles an der Kokosmilch.
[WARUM mussten die eigentlich Weihnachten ausgerechnet in den Winter legen? Das Angebot an festkompatiblem Saisongemüse ist ziemlich beschränkt. Schlimmer wäre nur noch Anfang Frühling...]
27.10.09
22.10.09
About Dating Naturwissenschaftler und Konsorten II
Heute sagt man: « Soll ich deinen Computer neu formatieren? »
Briefmarkensammlungen sind ja sowas von 20. Jahrhundert.
(Und es funktioniert immer.)
< /Nähkästchen>
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17.10.09
Dédicace II
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Für Frl. Deville.
Mit den besten Wünschen.
Für das unlotterige Leben. Und auch sonst.
Cordialement.
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| Von Blog |
11.10.09
Goodwill
« Das müsste mir auch mal passieren », dachte ich während auf dem Bildschirm der entzückende Herr Damon für eine Frau durch den gesamten Kontinent fährt. Meiner schafft es nicht mal durch ein Land.
Wovon ich ihm zwei Drittel des Weges entgegen kam.
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10.10.09
Repas de famille
Während ich noch meinem Magen die Geschichte von 23 Grad im Schatte und Raclette klar zu machen und den Stammbaum der neu geschenkten Familie zu ergründen versuche (Was nicht einfach ist, wenn die Schilderungen bis Anfang des letzten Jahrhunderts gehen und zudem mit multiplen Trennungen, Adoptionen, diversen Ländern und der französischen Geschichte angereichert sind), wird uns zwischen Himbeertorte und Ananas die Biographie des Jungen erzählt, der vorhin nach einer halben Kartoffeln beschloss, dass ihm langweilig sei und der gerade den Teich putzt. Seit der Trennung seiner Eltern, als er zwei war, lebte er bei seiner Grossmutter. Bis seine Mutter nach vier Jahren befand, ihren Sohn wieder zu nehmen. Für sieben Monate. Dann holt die Grossmutter den Jungen erneut zu sich, nachdem ihn der Freund der Mutter spitalreif geschlagen hat. (Gürtelschnallen sind doch was Feines) Der Freund kriegt ein Jahr Gefängnis, die Mutter nichts, ist immer noch mit dem Freund zusammen und das Sorgerecht hat mittlerweile die achtundsechzigjährige Grossmutter. Ja, gerne, ich nehme einen Kaffee, dann sieht man die Tränen nicht so gut.
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30.9.09
Musik am Morgen
vertreibt Kummer und Sorgen. Oder führt zu wilden Assoziationen
Die beiden Roller die neben mir am Lichtsignal standen, waren in ihren Motorgeräuschen eine Terz auseinander.
Und die zwei Ambulanzen die gegen elf vorbeifuhren vollzogen die Tonwechsel gleichzeitig, aber nicht in gleicher Höhe. Das klang wie Takt 16f respektive Sekunde 21f aus Herrn Mozarts 40.
Tja.
Sachen gibts.
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26.9.09
Bright side of life und so
Heute ist ein guter Tag, um rote Reisekoffer zu kaufen, dachte ich beim Aufwachen. Und weil der Weg zum Koffergeschäft durch den Markt führt, gab es heute Abend ein Steinpilz-Weisswein-Eblysotto und gratinierten Kürbis.
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Departures
Ein mittelmässig begabter Cellist verliert seine Anstellung in Tokio und zieht zurück aufs Land, wo er als Einsarger arbeitet. Damit wäre der Film zusammengefasst. Trotzdem blieb ich mehr als zwei Stunden gebannt vor der Leinwand und schaute dieser unaufgeregten Geschichte zu. Schaute zu, wenn es um Leichen, eine unerschütterliche Liebe, Vaterkonflikt, Weihnachten und Tintenfisch ging. Wenn ich nicht gerade weinte. Wobei es eher lustbetontes Weinen war.
Natürlich könnte ich das allzu kitschige Ende oder die Entwicklung der weiblichen Hauptrolle bemängeln. Aber es war alles gerade so rund, der Kinosaal so warm, die Begleitung so entzückend und der Kinobesitzer so herzlich.
Deshalb: Wenn Sie Essen und Musik mögen, gehen Sie in den Film. Es lohnt sich.
Vorschau.
Wo schauen?
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20.9.09
Alle Jahre wieder
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Parce que je vous aime.
NB: Rezept
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19.9.09
Die ultimative Spaghettisauce
Untertitel: "Das Ergebnis ist mehr als die Summe der einzelnen Teile"
ca 4 personnes
1 grosse Zwiebel
1 kleine Zucchetti
1 Karotte
3 Zehen Knoblauch
1 EL Tomatenmark
1 Dose Pelati
1/2 Glas Rotwein
Tabasco
2 TL Zucker
3 Stängel Oregano
3 Stängel Thymian
4 Basilikumblätter
Salz
Pfeffer
Rahm
Zwiebel hacken und im Öl Ihrer Wahl scharf anbraten. Zucchetti kleinschneiden, auf zurückgestelltem Feuer mitdünsten. Karotte schälen und an der Röstireibe raffeln. Zugeben, Hitze höher setzen, gepressten Knoblauch und Tomatenmark ebenfalls einrühren. Kurz braten. Mit Pelati und Rotwein ablöschen.
Ein Schlenker Tabasco sowie den Zucker untermengen, je zwei Stängel Oregano und Thymian (ganz lassen) dazugeben. Auf kleinster Stufe 3 Stunden köcheln lassen.(Eventuell von Zeit zu Zeit Wasser nachgiessen. Pfanneninhalt sollte aber keine zu flüssige Konsistenz haben.)Kräuter rausfischen.
Abschmecken, grosszügig Rahm beigeben und die restlichen, kleingeschnittenen Kräuter unterrühren.
15.9.09
Was das wohl wird?
Einblicke fast ohne Zeitverzögerung in die Différentiell'sche Küche. Zum Mitraten
Fangen wir an:
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| Von Mlle Diff |
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| Von Mlle Diff |
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| Von Mlle Diff |
Ab ins kochende Salzwasser damit.
Derweil:
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| Von Mlle Diff |
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| Von Mlle Diff |
Die Digitalkamera verlangt nach frischen Batterien.
Mlle Différentielle ist kurz vor dem Durchdrehen (zeitechte Dokumentation ist keine gute Idee.)
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| Von Mlle Diff |
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| Von Mlle Diff |
Zwischendurch die gare Kartoffel-Teigwarengeschichte abschütten und in gefettete ofenfeste Form geben. Cervelats beimengen.
Zwiebeln vor dem Verkohlen bewahren.
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| Von Mlle Diff |
Unter die Kartoffel-Teigwaren-Cervelatmasse geben.
Zwiebeln drüber.
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| Von Mlle Diff |
Das Gesamtwerk vergnügt sich während 20 Minuten bei 200 Grad.
In dieser Zeit Salat und klar Schiff machen.
Sie wohnten der Zubereitung von Älplermagronen, Untergattung Differentiellsches Familienrezept, bei. (Dazu: grünen Salat mit Karotten, zum Nachtisch Zwetschgen und Trauben)
Vielen Dank und bis zum nächsten Mal.
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17:49
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